DIE LINKE ist von ihrem Selbstverständnis her eine breit angelegte, plurale Partei. Bei uns sind Menschen aus den verschiedensten Lebensbereichen aktiv, um gemeinsam für eine andere Gesellschaft zu streiten.
Dieses manifestiert sich in einer bunten Vielfalt von unterschiedlichen Strömungen, Arbeitsgemeinschaften und thematischen Zusammenschlüssen, welche in unserer Partei arbeiten.
An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen (unvollständigen) Überblick über unsere verschiedenen innerparteilichen Zusammenschlüsse geben.
Die Antikapitalistische Linke (kurz: AKL) ist eine Strömung innerhalb der LINKEN, welche eventuellen Regierungsbeteiligungen der Partei kritisch gegenübersteht und solche von konsequenten programmatischen Mindestbedingungen (Stopp und Rückgängigmachung aller Privatisierungen, Ablehnung aller Kriegseinsätze, Beendigung des Sozialabbaus, Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes und einer repressionsfreien bedarfsorientierten Grundsicherung, u.a.) abhängig macht, welche nicht verhandelbar sind. Einen wesentlichen Schwerpunkt legt die AKL auf die Vernetzung der Partei in die außerparlamentarischen sozialen Bewegungen und Initiativen. Insgesamt strebt die AKL eine antikapitalistische Ausrichtung der Partei und folglich eine tatsächliche Überwindung der derzeitigen kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung an.
http://www.antikapitalistische-linke.de/
Die Emanzipatorische Linke (kurz: Ema.li) versteht sich selbst nicht als Flügel oder Strömung, sondern als Denkrichtung innerhalb der Partei. Sie vertritt eine gesellschaftsliberale und emanzipatorische Sichtweise. Freiheit und Sozialismus sind nach Ansicht der Ema.li keine Widerspruch, sondern bedingen sich gegenseitig. Die Ema.li tritt vehement für die Aufnahme der Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen in die Programmatik der LINKEN ein.
Die Sozialistische Linke (kurz: SL) ist gewerkschaftlich orientiert und vertritt linkskeynesianische und reformkommunistische Positionen. Sie strebt eine moderne sozialistische Partei nach dem Vorbild der niederländischen Socialistische Partij an und sieht sich in der Tradition der klassischen Arbeiterbewgung. Innerhalb der Partei setzt sich die SL sehr stark für die Forderung nach einem groß angelegten öffentlichen Zukunfts- und Investitionsprogramm ein, welches durch massive Investitionen in Bildung und ökologischen Umbau ein qualitatives Wachstum erzeugen soll. Ebenso sieht die SL die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften als zentral an.
Das Forum demokratischer Sozialismus (kuz: FDS) ist eine radikalreformerische Strömung innerhalb der Partei, welche die Zusammenarbeit mit SPD und GRÜNEN sucht und dabei ausdrücklich eventuellen Regierunsbeteiligungen offen gegenübersteht. Nach Auffassung des FDS können gesellschaftliche Veränderungen nur über Reformen und Verhandlungskompromisse erreicht werden. Das FDS sieht sich in der Rolle, das "Erbe" der vormaligen PDS in der neune Partei zu bewahren.
Die Kommunistische Plattform (kurz: KPF) tritt dafür ein, dass in der Partei kommunistische Positionen verankert bleiben und will die Bewahrung und Weiterentwicklung marxistischer Positionen. Strategisches Ziel der KPF ist die Errichtung einer neuen sozialistischen Gesellschaft, welche die positiven Erfahrungen des real existierenden Sozialismus nutz und aus den begangenen Fehlern Lehren zieht. Hauptanliegen sind Verbesserungen im Interesse der Nichtbesitzenden. Die KPF wendet sich vehement gegen jede Art von Antikommunismus.
Seiten der Kommunistische Plattform
In der Arbeitsgemeinschaft Betrieb & Gewerkschaft haben sich Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in der LINKEN sowie Parteilose organisiert, um eine gemeinsame Plattform für den Erfahrungsaustausch in der alltäglichen Gewerkschaftsarbeit zu bilden und gleichzeitig an der Herausbildung gewerkschafts-, sozial- und wirtschaftspolitischer Positionen der Partei teilzunehmen. Ihre Arbeit richtet die AG auf zwei Schwerpunkte: Einmal wirkt sie in die Partei hinein, um gewerkschaftliche Interessen insbesondere in der Parlamentsarbeit zu vertreten und zum anderen versteht sie sich als ein Forum für sozialistische Gewerkschaftspolitik. Zusammen mit anderen linken Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern arbeitet sie an einer Vernetzung der Linken, um sich an der gewerkschaftlichen Debatte zu beteiligen und die Weiterentwicklung sozialistischer Gewerkschaftspolitik zu unterstützen.
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