Für die Schaffung und Bewahrung existenzsichernder Arbeit

Wir sehen in der Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen eine der dringlichsten politischen Aufgaben. Arbeit ist ein Menschenrecht, sie soll sowohl ein angemessenes Auskommen sichern als auch (Lebens-)Sinn stiften. Der explosionsartigen Ausdehnung des Niedriglohnsektors und der Leiharbeit aber gilt es sich entschieden entgegenzustellen. Es ist ein Skandal, dass zahlreiche Menschen vom Lohn ihrer Arbeit nicht mehr leben können. Aus diesem Grund kämpft DIE LINKE auf Bundesebene für einengesetzlichen Mindestlohn. In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der so genannten „Aufstocker“ – das heißt, die Zahl der Menschen, die, obwohl sie einer (nicht selten Vollzeit-) Beschäftigung nachgehen, auf Sozialleistungen angewiesen sind – innerhalb nur eines Jahres mehr als verdoppelt. Auch wenn SPD, CDU und FDP auf Bundesebene weiter die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes verhindern, so wollen wir auf Kreisebene Maßnahmen ergreifen, die Entwicklung im Sinne der Beschäftigten zu beeinflussen. Die Vergabe öffentlicher Aufträge durch den Kreis muss soziale Kriterien berücksichtigen, regionale Anbieter schon aus ökologischen Gründen bevorzugen und eine klare Tarifbindung einfordern.