Stetig steigende Energiepreise sind für viele Menschen ein Anlass zunehmender Sorge. Besonders die einkommensschwachen Haushalte können häufig ihre Strom- und Heizungsrechnungen kaum noch bezahlen. Ursache der Preissteigerungen sind aber kaum der global zunehmende Rohölpreis und schon gar nicht die Förderung alternativer Energien, sondern die so genannte „Liberalisierung des Strommarktes“, die dazu geführt hat, dass bundesweit nur noch vier Konzerne diesen Markt unter sich aufteilen und als Monopolisten die Preise fast beliebig festsetzen. Bei Reinprofiten in Höhe von zig Milliarden Euro zu behaupten, hohe Energiepreise seien unumgänglich, ist eine dreiste Lüge und bodenlose Frechheit.
Ferner haben die „Großen Vier“ erklärtermaßen kein Interesse daran, die Abhängigkeit von klimaschädlichen fossilen Energieträgern wie Öl und Kohle zu beenden, sondern planen die Errichtung zahlreicher neuer Kohlekraftwerke. Der deutliche (und nicht erst seit dem Irak-Krieg bewiesene) Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit von Rohstoffen aus Krisenregionen und der Zunahme bewaffneter Konflikte wird von ihnen geleugnet.
Es gibt Alternativen. Wir wollen sie verwirklichen.
Die Stadtwerke und örtlichen Versorger sollen wieder in kommunale Hand überführt werden. Der Ausbau erneuerbarer Energien ist zu intensivieren. Langfristig kann und muss der Energiebedarf des Kreises größtenteils durch einen sinnvollen Mix von Windkraft, Biomasse, Photovoltaik und Geothermie aus dem Kreisgebiet selbst gedeckt werden.