Das entwürdigende Zwangsinstrument „1-Euro-Job“ muss beseitigt werden. Die Mittel, welche derzeit dafür aufgewendet werden, 1-Euro-Jobs und damit den dauerhaften Verbleib in der Arbeitslosigkeit zu finanzieren, könnten bereits heute für echte, tariflich bezahlte und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im gemeinnützigen Bereich verwendet werden. Anstatt den dauerhaften verbleib in der Arbeitslosigkeit durch Finanzierung von so genannten „Arbeitsgelegenheiten“, sinnlosen Bewerbungstrainings und anderen fragwürdigen Maßnahmen zu zementieren, müssen die vorhandenen Mittel dafür eingesetzt werden, Menschen eine echte, selbstbestimmte Lebensperspektive zu eröffnen. Im Bereich der Gemeinwohlarbeit gibt es zahlreiche Möglichkeiten einer sinnvollen und dauerhaften Beschäftigung, welche privatwirtschaftlich aufgrund mangelnder Profitaussichten nicht geleistet werden. Hierzu zählen u.a. verschiedenste soziale Dienstleistungen, kulturfördernde Arbeiten und Tätigkeiten im Umweltschutz. Der Aufbau eines öffentlich geförderten Beschäftigungssektors bietet Chancen zur nachhaltigen Verringerung der Arbeitslosigkeit, welche „Selbstverpflichtungen“ der Wirtschaft und leere Versprechungen nicht bieten. DIE LINKE wird im Kreistag Konzepte vorlegen, wie ein solcher öffentlicher Beschäftigungssektor im Kreis Rendsburg-Eckernförde realisiert werden kann.